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Ist mein privater Abwasserkanal wirklich dicht?

Ist mein privater Abwasserkanal wirklich dicht?

Laut Paragraph 61a im Landeswassergesetz von NRW müssen alle Grundstückseigentümer bis Ende 2015 ihre privaten Abwasserkanäle auf Dichtheit prüfen lassen.

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Video: Dichtheitsprüfung

Video: Dichtheitsprüfung
von Grundleitungen.

Die Dichtheitsprüfung der Grundleitungen und deren Sanierung sind bis 2015 von jedem Haushalt nachzuweisen. Der Film zeigt die Möglichkeiten der Inspektion und Sanierung von Grundleitungen.

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Das Inliner-Sanierungsverfahren

Haben Sie Schäden in Ihren Hausanschlussleitungen oder Kanalrohren über eine größere oder die gesamte Rohrstrecke? Dann können diese mit dem Inliner-Verfahren behoben werden.

Hierbei wird ein mit Polyurethanharz getränkter Gewebeschlauch in einem Stück, das der gesamten zu sanierenden Rohrlänge entspricht, eingestülpt. Die gesamte auf diese Weise sanierte Rohrstrecke wird abgedichtet und durch das so entstehende "Rohr im Rohr" mechanisch verstärkt. Zunächst wird das gesamte zu sanierende Rohr gründlich gereinigt. Dann wird das Grundleitungsnetz mit einer Schwenkkopf-Kamera genau inspiziert.

Dabei wird die Lage der Abzweige genau vermessen und protokolliert. Dann wird aus dem konfektionierten Gewebeschlauch, der den Inliner bildet, die darin befindliche Luft durch eine Vakuumpumpe evakuiert, um die hundertprozentige Durchtränkung des Linergewebes zu gewährleisten.

Jetzt wird die vorher berechnete Harzmenge angemischt und mit einer Quetschwalze in der erforderlichen Stärke in das Linergewebe eingewalzt. Nun wird der so gefertigte Inliner entweder durch eine Drucktrommel oder einen Inversionsturm in das zu sanierende Rohr eingestülpt.

Durch einen aufgebauten Inversionsturm wird der Inliner durch hydrostatischen Wasserdruck in das Rohr eingestülpt.

Beim Einstülpen mit Wasserdruck kann das Wasser durch eine Heizanlage erwärmt werden, damit das Harz in wenigen Stunden aushärtet.

Der Inliner kann auch durch Druckluft in das Rohr gestülpt werden, eine Methode, die selbstverständlich auch in "echten" eingebauten Kanalrohren angewandt werden kann.

Beim Einstülpen des Inliners wird die Innenseite des Gewebeschlauchs, also die Seite, die durch das Einfüllen zuerst mit dem Harz in Berührung gekommen ist, nach aussen gekehrt und bildet damit die Kontaktfläche zur Rohrinnenwand. Da diese Wendestelle vom Rohranfang an durch die gesamte zu sanierende Rohrlänge hindurch bis zum Ende der zu sanierenden Strecke hin fortschreitet, ist eine ununterbrochene Verklebung des Inliners mit dem Kanalrohr über die gesamte Länge sichergestellt.

Das Harz dringt auch in Risse und schadhafte Stellen im Rohr ein. Nach dem Aushärten des Harzes werden die Endpunkte geöffnet und der neue Inliner wird mit einer TV- Kamera inspiziert. Anschliessend werden die Öffnungen für Abzweige (falls im sanierten Kanalabschnitt vorhanden) durch einen Fräsroboter wieder hergestellt. Zum Schluss wird eine abschliessende TV- Kamerauntersuchung durchgeführt und die Daten werden protokolliert.

Die Sanierung durch Inliner ist ein dauerhaftes und preiswertes Verfahren zur langfristigen Behebung von Schäden an Kanalrohren und Hausanschlussleitungen, die sich über eine grössere oder die gesamte Rohrstrecke erstrecken.