Rohrinspektion & Kanalinspektion

Eine Dichtheitsprüfung ist in Nordrhein-Westfalen seit 2015 für alle Abwasserleitungen vorgeschrieben – frühere Bestimmungen gingen voraus. Der Gesetzgeber unterscheidet bei dieser Kanalinspektion zwischen Häusern im Bestand und schreibt dafür vom Deutschen Institut für Normung die DIN 1986-30 vor.

Dichtheitsprüfung für exakte Sanierungskonzepte

Es handelt sich dabei um eine optische Prüfung mithilfe von Kanal-TV. Bei Neubauten liegen die Anforderungen noch höher, sie sind europaweit (EN) standardisiert und folgen den Vorgaben von DIN EN 1610. Hier ist neben der optischen Inspektion mittels Kanal-TV zudem eine physikalische Prüfung mit Luft und Wasser nötig. Alle diese Daten fließen digitalisiert in die Zustandsberichte der Kanalinspektion ein. Daraus entstehen dann genaue Sanierungskonzepte, die auch eine präzise Kostenkalkulation ermöglichen.

Inspektionswagen für alle Herausforderungen

Unser Inspektionswagen für die Dichtheitsprüfung ist für alle Anforderungen ausgerüstet. Dieser ist wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit im Bezug auf Kanal-TV-Untersuchungen und Dichtheitsprüfungen bei Hausanschlüssen, Grundleitungen und allen weiteren Kanalsystemen. Geschulte und erfahrene Mitarbeiter führen diese Analyse durch. Sie befinden sich stets auf dem aktuellen Stand der Technik, der gesetzlichen Vorgaben und möglicher, neuer Satzungen der Behörden. Das sind wichtige Voraussetzungen für die Erhebung korrekter Daten. Die notwendigen Arbeiten zur Kanalsanierung stehen am Ende der Kanalinspektion und der dafür erhobenen Messdaten.

Die Dichtheitsbescheinigung mit dem Diagramm wird dem privaten Hausbesitzer, der Immobilienverwaltung oder dem Bauunternehmen ausgestellt. Damit weisen sie gegenüber den Behörden nach, dass ihre Abwasserleitungen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Die korrekt funktionierende Kanaltechnik ist auch ein Beitrag zum Umweltschutz: Sie trägt dazu bei, dass keine schädlichen Stoffe im Boden verschwinden. Sie versickern von dort möglicherweise ins Grundwasser und bringen über das Trinkwasser vielleicht Krankheitserreger zu den Menschen.

TV-Kanaluntersuchung

Um diese Überprüfungen durchzuführen, setzen wir ein mobiles TV-Inspektionsfahrzeug ein. Dieses ist für den Hausanschluss- und Grundleitungsbereich mit Schiebekamera- und schwenkbaren Satellitenanlagen ausgestattet. Zur Untersuchung von Hauptkanälen kommt eine Farb-, Schwenkkopf-Kamera zum Einsatz. Zur Überprüfung fährt die Kamera, vom Beobachtungsstand ferngesteuert, selbständig durch den Kanal. Auf dem Kontrollmonitor am Beobachtungsstand kann der Zustand der Kanäle genau kontrolliert werden.
Zur Erfassung von Schäden wird die Kamera angehalten. Hierbei wird jede Position sofort mit Schadensangabe, Entfernung, Datum und Fotonummer auf Videoband und Datenträger aufgezeichnet. Der entsprechende Bericht kann abschließend im Fahrzeug oder im Büro ausgedruckt werden. Die hierbei erzielten, qualitativ hochwertigen Ergebnisse dienen der allgemeinen Dokumentation bzw. Erarbeitung von Sanierungskonzepten.

Der von genutzte TV-Wagen ist ein hochmoderner Kamera-Wagen der Firma IBAK, dieser besitzt eine Satelliten-Kamera die LISY 150, sie ist ein fahrbares laterales Inspektionssystem, das ab einem Hauptkanaldurchmesser von DN 150 eingesetzt werden kann. Ein Klappgelenk sorgt für das leichte Einbringen auch bei abknickendem Gerinne; durch seine Höhenverstellbarkeit lässt sich der Fahrwagen problemlos an den Rohrdurchmesser anpassen. Vom Hauptkanal aus ermöglicht LISY 150 die Inspektion von Anschlussleitungen ab DN 100. Die integrierte Beobachtungskamera sorgt für einen komfortablen Workflow – sie dient der ständigen Kontrolle der Standposition und "assistiert" beim Einfädeln und Vorschieben der Inspektions-Kamera. Unser Kamerasystem hat auch einen abbiegefähigen Kamerakopf, der in die Abzweige in der Grundleitung einfahren kann um dort die Rohrleitung zu untersuchen.